Markuskirche Gundelsheim

Adresse

Hauptstraße 19a
96163 Gundelsheim


Alle 14 Tage feiern wir sonntags um 8.45 Uhr Gottesdienst im Wechsel mit Scheßlitz. 

Die Markuskirche am Leitenbach

Br

Brücke zu Gott

Zum Erntedankfest

> Eine Bildergalerie vom Bau der Kirche finden Sie
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Ein Blick in die Geschichte der Markuskirche

von Dagmar Frey

Bereits im Jahr 1847 hat die Gemeinde Gundelsheim
das königliche Landgericht Bamberg um die Genehmigung
zum Bau einer Kapelle gebeten, aber alle Bemühungen
blieben angesichts der Verschuldung der Gemeinde vergebens.
Es vergingen mehr als 50 Jahre bis 1899 mit dem Bau
begonnen werden konnte. Immer wieder kam der
Bau wegen Geldmangels zum Erliegen, bis endlich im
Herbst 1900 erstmals Betstunden in der Kapelle
abgehalten werden konnten.

Neue Verwendung für die Schulglocke
Im August 1901 wurde mit dem Anbau des Turms
begonnen, die beiden Glocken (die große wurde gestiftet
und die kleine war die Schulglocke) wurden im August 1902
geweiht und im Turm aufgehängt. Der Hochaltar
kostete mit zwei Heiligenfiguren 1000 Reichsmark. Geschaffen
wurde er von dem Bildhauer Peter Morgenroth aus
Staffelstein. Kurz nach dem 1. Weltkrieg setzte man eine
Uhr in den Turm ein. 1933 wurde die Kapelle durch
einen Erweiterungsbau vergrößert. Soviel und noch
weitere interessante Einzelheiten findet man in der Chronik
der Gemeinde Gundelsheim über die katholische
Vorgeschichte der Markuskirche, die am 14. Juli 1969
für 77 000 DM von der evangelischen Gemeinde gekauft wurde.
 
Der Pfarrer betreute die Gemeinde per Fahrrad
Aber wo traf sich die evangelische Gemeinde vor diesem
Kauf? Denn natürlich gab es schon längere Zeit eine evangelische
Gemeinde in Gundelsheim, da vor allem durch die Vertreibung
nach dem 2. Weltkrieg viele Evangelische in diesen Raum
gekommen waren. Pfarrer Frank betreute den
ganzen Diasporaraum zunächst per Fahrrad, später mit
dem Motorrad und dem Auto von Scheßlitz aus, das
als Tochtergemeinde zur Erlöserkirche gehörte.
Die Gottesdienste fanden alle zwei Wochen im heutigen
alten Rathaus - der damaligen Dorfschule - statt. Dafür
mußte jedesmal der Altar auf- und hinterher wieder abgebaut
werden. Im Winter galt es den Ofen rechtzeitig vorher
anzuheizen. Die damalige Mesnerin Frau Klemt hatte viel
zu tun und war oft auf die Mithife von Gemeindegliedern angewiesen.
 
1954 wurde die Gundelsheimer Gemeinde in die
Auferstehungskirche umgepfarrt. Erst am 17.12.1965
kamen die Gundelsheimer endgültig zur Himmelfahrtskirche
nach Lichteneiche, und Pfarrer Frank wurde offiziell auch für
diese Gemeinde zuständig. Von da ab ging es bergauf, so erinnert
sich Frau Bagung, die für diese Zeilen wertvolle Hinweise lieferte
und das Material zusammentrug.
 
Große finanzielle Opfer:
Am 8.10.1966 wurde der Kirchenbauverein gegründet, denn
die katholische Markuskirche sollte angekauft werden, sie
war aber renovierungsbedürftig. Man bat die rund 50 Mitglieder
des Vereins um monatliche Spenden von 1 DM  bis 3 DM,
manche konnten sogar 5 DM geben. Unter großen
finanziellen Opfern konnten schließlich für den ersten
Bauabschnitt 21 000 DM überwiesen werden, später nochmals
3100 DM. Viele Gemeindeglieder halfen persönlich bei dem Umbau
mit, so daß im Dezember 1971 zum 1. Mal ein
Gottesdienst in der renovierten Kirche stattfinden konnte.
Der Dank der Gundelsheimer Gemeinde ging besonders an
Pfarrer Frank für seinen Einsatz beim Kirchenkauf und
der Renovierung. Unter anderem mußten Kirchenbänke
und Abendmahlsgerät angeschafft werden. 1972 wurde
der Außenputz angebracht. 
 
Erst Ende 1986 bekam die Kirche einen Wasseranschluß, bis
dahin mußte alles Wasser aus dem nahen Leitenbach
geholt werden. Viele Gegenstände, die wir heute in der Markuskirche
sehen, wurden in den Jahren 1985 bis heute vom Frauenkreis
angeschafft und finanziert, so z.B. die vier Altarleuchter, die
Teppiche, die Kniebänke, die Sitzbankauflagen und vieles
mehr. Auch die Antipendien für Weihnachten und die Passionszeit
wurden in Handarbeit angefertigt.

(Auszug aus dem Gemeindebrief Dezember 1998 - Februar 1999)